Warum ihr euch die Band Shearwater anhören müsst

Mein Erlebnis mit Shearwater

Jetzt ist Jonathan Meiburg wieder Ornithologe, fünf Minuten, nachdem er seine Fender-Stratocaster weggelegt hat. Dass der Gründer von Shearwater, wenn er nicht gerade sphärische Indie-Rock-Hymen schreibt, Vögel beobachtet, kann ich mir bestens vorstellen. Wie er da am Bühnenrand sitzt mit seiner Stoffhose, der Brille und der Normalo-Frisur. Shearwater heißt übrigens Sturmtaucher. Für mich ist Meiburg aber vor allem ein musikalisches Genie, das sich jetzt auch noch Zeit nimmt, mit meinen Bandkollegen und mir zu plaudern. Ganz unaufgeregt, leise spricht der Mann aus Texas. „Do you have a band?“, fragt er irgendwann. Passt zu seiner bescheidenen Art. Nur nicht zu viel von sich selbst reden. Und Glück für uns: Jetzt können wir ihm unser No Man’s Land-Plek in die Hand drücken und ihn damit fotografieren. Meiburg lächelt brav. Dann greift er in die Stoffhosentasche und drückt mir sein Plek in die Hand. Was für ein Abend!

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Meine Bandkollegen und ich mit Jonathan Meiburg // Foto: Arndt Pröhl (www.arndtproehl.de)

Shearwater – wie bitte?

Eine Asiatin mit Kleid am Keyboard, eine zierliche Frau mit Kurzhaarschnitt am Fretless-Bass und ein junger Schlagzeuger, der um sein Leben spielt? Die Band sah in den Youtube-Videos doch ganz anders aus als hier beim Gig in München? Sah sie auch mal. Denn Mastermind, Sänger und Gitarrist Jonathan Meiburg sucht für jede Tour und für jedes Album die passenden Musiker zusammen. Shearwater ist mehr ein Projekt als eine Band. Und gerade das macht es so spannend.

Meine Top 5 Shearwater-Songs

Darum müsst ihr Shearwater live erleben

Weil es immer eine Überraschung ist, in welcher Mannschaftsaufstellung sie spielen. Weil sie – zumindest im Jahr 2016 noch – nur 16 Euro Eintritt verlangen, ihre Verstärker selbst aufbauen, ihre T-Shirts selbst verkaufen und unmittelbar nach dem Konzert für Fans ansprechbar sind.